MarciInIstanbul

Over?

Februar 15th, 2011

Moin Moin,

tja, Istanbul-Erasmus ist vorbei. Ich bin wieder in Deutschland. Die letzten Tage waren nochmal echt cool, da ich noch Besuch bekommen habe, allerdings musste der Blog ruhen, da mein Laptop sich leider verabschiedet hat. In den nächsten Tagen kommt es zu einem Gesamtfazit, mal sehen ob der Blog dann noch weiter besteht…

Herzlich Willkommen im verschneiten Hamburg.

Schämt euch! Empört euch!

Februar 4th, 2011

Moin Moin,

was eine ambivalente Haltung gegenüber Ägypten. Da sehe ich vor einer Woche den Redakteur vom Spiegel bei Anne Will davon reden, dass “unsere Werte am Hindukusch” verteidigt werden. Der Irak wurde angegriffen, das Regime gestürzt und noch heute befindet sich das Land im Chaos. Und was passiert in Ägypten? Wo ist die EU? Wo ist Deutschland und where the fuck are the United States? Warum zum Teufel unterstützt ihr eine demokratische Bewegung nur wenn es euch gerade in den Kram passt? Was ist das für eine scheiß Doppelmoral?

Unruhen brachen aus zuerst in Tunesien, mittlerweile ist Ägypten stark davon betroffen, auch der Yemen, Jordanien sowie – wenn auch im kleineren Ausmaß – Marokko und Algerien. Menschen demonstrieren, Menschen fordern Freiheit, Menschen fordern Mitspracherecht und sind bereit dafür zu sterben! Das ist doch das, was ihr immer fordert, oder? Das sind doch die Werte, die ihr haben wollt geliebte politische Klasse. Ich bin sehr enttäuscht von dem Auftreten der meisten Regierungen in dieser jetzigen Situation im Mittleren Osten.

Ich bin auf der Seite der Demonstranten, die für mehr Freiheit, Mitsprache, freie Wahlen, freies Denken unabhängig von einem diktatorischen Staat kämpfen. Ich bin gegen scheinheilige Forderungen von Journalisten und Politikern, die glauben, die Freiheit kann mit Krieg verteidigt werden, sich aber gleichzeitig nicht auf die Seite einer demokratischen Bewegung stellen.

Schämt euch! Und an alle anderen: Empört euch!

Ein Japaner und sein Messertanz

Februar 4th, 2011

Moin Moin,

ja, lange mal wieder nichts geschrieben. Das lag daran, weil ich tagelang in der türkischen Pampa unterwegs war und mir ein Internetverbot verordnet habe. Ich habe ein Versprechen eingelöst, was ich vor ca. 44 Monaten gegeben habe als ich das letzte Mal in Istanbul war. Damals trafen wir zwei Engländer, Ned und Ted wenn ich mich richtig erinnere. Sie wollten nach Kapadokien fahren, was allerdings 750 km von Istanbul entfernt ist und damals nicht in unser Zeit- und Budgetplan gepasst hat. Ich sagte zu einem von beiden, dass ich wiederkommen werde. So, das habe ich nun getan.

Lange Busfahrt, cooles Hostel, Kälte (ca. -15 Grad) waren die ersten Eindrücke. Zweiten Eindrücke waren Klettertouren durch eine atemberaubende Landschaft in Turnschuhen mit Löchern, so schön frische Luft und einen netten Berghund, der uns auf einer vier stündigen Tour durch Felsen, die aussahen wie riesige Penisse, begleitete. Wir waren in einer Untergrundstand, die bis zu vier Stockwerke in Felsen hineingehauen wurde und zum Schutz gegen fremde Armeen diente.

Unseren letzten Abend verbrachten wir in einem Restaurant, dass spontan zu einem türkischen Partyabend umgewandelt wurde. Ein paar Deutsche, ein paar Japaner, eine Kanadierin, ein türkische Sockenhändler, sein Fahrer, ein paar Mitarbeiter aus dem Hostel sowie die Restaurantbesatzung. Raki floss, Bier floss, wir tanzten, unterhielten uns. Irgendwann wurde die Küüche geentert, der Chef des Restaurants, Rafiq, lag sich mit allen im Arm. Ich traf ein Japaner, der bereits seit 2007 auf Reisen ist. Er war schon einige Zeit in der Gegend und hatte sich irgendwann überlegt einen Messertanz aufzuführen. So ging er in die Küche und war mit Messern durch die Gegend. Zudem fing er an Rechnungen zu schreiben und mit Kunden zu telefonieren (die, wie ich später erfuhr, überhaupt nicht existierten). Irgendwann war es uns zu unsicher mit dem Japaner in der Küche, der ständig mit Messern wirft. So gab man ihm eine Avocado und eine Karotte. Er war wohl der Überzeugung diese Sachen seien Messer, denn er setzte seinen Tanz unbehindert fort. Zum Schluß garnierte er leckere Nachtische wie Feta-Käse mit Banane und Petersilie. Der Abend endete damit, dass einer meiner Kumpels mit dem Obermacker des Dorfes in dem wir waren auf dem Tisch tanzte. Das war der perfekte Zeitupunkt um zu gehen.

Wir hatten unglaubliche Ausblicke, einiges an Tuborg, etwas Raki, nasse Füße, nette Gespräche, einen geilen warmen Ofen, leckeres Essen, neue Vorschläge für Spitznamen sowie zwei lange Busfahrten. Ein schönes Erlebnis zum Ende meiner Erasmus-Tour.

Geburtstag im Cami Sk

Januar 24th, 2011

Moin Moin,

nun war es endlich soweit. 365 nach meinem letztjährigen Delirium, kam es in Istanbul nun zu meinem Geburtstag. Da viele Leute schon aus Istanbul abgereist sind oder gerade unterwegs sind, verbrachte ich dies mit einer kleinen aber feinen Party mit ca. 15 Leuten in meiner Räuberhöhle. Einiges an Bier, Wodka absolut und viel Rotwein, von dem einges auf meinem Boden landete und schöne Rockmusik brachten die Nachbarn dazu die Polizei zu rufen. Mein Türkisch ist noch nicht das beste, um gegen aufgebrachte Polizisten anzukommen. Zogen sie beim ersten Mal noch relativ unverrichteter Dinge ab, so wurde mir beim zweiten Mal deutlich gemacht, dass ich – bei eventuellem nochmaligem Besuch – die Nacht in der Arrestzelle verbringen müsste. Dies und ein nachtlicher Stromausfall in unserem Stadtviertel brachte die Party dann gegen vier Uhr morgens zum Erliegen. Mich aber um eine Erfahrung reicher: 23, die Zahl der Illuminaten, mein Geburtstag und schon immer eine meiner Lieblingszahlen.

Die letzten drei Wochen Istanbul sind angebrochen. Eine davon wird noch hier verbracht, vier Tage gehts in die Zentraltürkei, wenn wir es endlich mal schaffen ins Reisebüro zu gehen und sechs Tage kommt noch ein Kumpel zu Besuch. Ja, endlich mal jemand außerhalb der Familie der es schafft mich zu besuchen.

Mein Mitbewohner heißt mit Vornamen der Eroberer und mit Nachnamen Kopf. Wir machten uns eben über ihn lustig und bezeichneten ihn als Eroberer der Köpfe. Er fand das nicht so lustig, konnte sich aber nicht wehren. Irgendwann schrie er aufgebracht “Ich bin der Eroberer aller eurer Mütter!” Das brachte uns alle zum Lachen, da dieser Junge 25 Jahre alt ist, 1,70 groß ist und sehr kurze Beine hat. Hier in der Türkei ist es Gang und Gebe, dass die Leute durchweg lustige Namen haben. Nachnamen wurden erst in den 20er Jahren eingeführt. Zum Teil wurden diese zugewiesen, zum Teil konnte man sich diese auch selbst aussuchen. Natürlich erlaubten sich da ein paar Scherzkekse einige lustige Namen. So konnte man sich zum Beispiel Parmaksiz (ich weiß, es ist grammatisch falsch, aber dieses Programm erkennt den richtigen Buchstaben nicht…) nennen, was so viel wie fingerlos heißt.  So kann es vorkommen, dass ein Pianist heute Fingerlos mit Nachnamen heißt. Fußballspieler werden zum Beispiel nur mit ihrem Vornamen angesprochen. So kennen wir türkische Fußballer in der Regel nur bei ihrem Vornamen, da wir den Namen von ihrem Trikot oder dergleichen übernehmen. Nachnamen sind dort nicht wichtig. Mesut Özil wird hier nur Mesut genannt. So viel zut türrkischen Namenskunde.

Gerstenkaltschale

Januar 13th, 2011

Moin Moin,

heute habe ich die letzte Klausur an der Bosporus-Universität hinter mich gebracht. 3 1/2 Monate des Lernens sind vorbei. Was macht man nach der letzten Klausur? Wenn aller Ballast von einem abfällt? Richtig, ich nehme mir grundsätzlich das eine oder andere Bier. Hier sind heute einige Parties in Istanbul. Folgend meine Bier Top5:

1. Carlsberg: teuer, aber der Geschmack eines kalten Carlsberg geht über nichts.

2. Jever: mein erstes Lieblingsbier. Für viele zu herb, ich verbinde es vor allem mit meinem ersten Damp Urlaub (eigentlich war es der dritte – SVÄN!)

3. 5,0: Vom Geschmack her wäre es nicht unter den Top5, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar. Mittlerweile (Stand August 2010) kostet es 0,39 Euro. Vor zwei Jahren war es noch bei 0,29 Euro…Perfektes Festival-Bier.

4. Astra: das ist Hamburg, das ist St.Pauli. Als ich Sylvester auf ner Dachterasse mit Bosporus-Blick feierte war das beste dabei ein kaltes Astra Rotlicht zu trinken!

5. Veltins: ja ich weiß, es ist das Schalke-Bier. Doch der Geschmack ist sicherlich auch unter den Top5.

Sorten, die es nicht unter die Top5 geschafft haben, aber da mal waren oder mit denen ich was besonderes verbinde: Germania, Krombacher, Flensburger, Efes Pilsen, Wicküler und Bitburger.

Mute

Januar 8th, 2011

Moin Moin,

liebe Leute, gerade ist viel los. Gestern wurden zwei Männer vor der Kneipe erschossen in der ich war, das ging echt gut ab da. Zum Glück saß ich drinnen. Nächste Woche sind Klausuren, ich war drei Tage ohne Internet und das ist eher hinderlich, wenn die Zusammenfassungen per E-Mail geschickt werden. Ein Klausurtermin hat sich auch noch nach vorne verschoben (ich habe mich am Datum geirrt). Nun heißt es lernen. Ab nächsten Donnerstag bin ich unifrei, dann widme ich mich wieder dem Blog.

Haut rein Leute!

Sylvester in Istanbul

Dezember 31st, 2010

Moin Moin,

ja, lange nichts geschrieben. Über Weihnachten war die Familie da, das war mit wenig Schlaf verbunden. Bei dem Futsal-Turnier haben wir es bis ins Finale geschafft, dort dann mit 6-7 verloren. Ein sehr spannendes Spiel mit dem glücklicheren Ende für die Gegner.

Lustigerweise wird in der Türkei Weihnachten eigentlich nicht gefeiert. Man feiert hier Weihnachten irgendwie an Sylvester, wenn ich das richtig verstanden habe. Keiner weiß aber, warum das gefeiert wird und mir ist auch keine schlüssige Erklärung eingefallen. Lustig.

Heute gehts auf eine Dachterasse feiern mit Bosporusblick dank einer Komillitonin. Das wird steil.

Zwei Wörter, die ich bisher hier in Istanbul erfunden habe:

  1. whorious – deutsche Übersetzung ist huriös. Bedeutung sollte klar sein, kleiner Hinweis, es ist ein Adjektiv.
  2. idiocity – deutsche Übersetzung ist Idioität. Das Wort leitet sich entweder von Idiot oder Ideologie ab. Das kommt ganz drauf an.

Bruderherz’ Kommentar in einem Exlusivinterview beim ersten Bier des Tages:

Ich: “Na, was sagste zu Istanbul bisher?”

Er: “Eeeehm.” Pause “Das kann ich in einem Wort nicht zusammen fassen!”

Ich: “Du hast es gerade in einem Wort zusammen gefasst.”

Ich: “HAHAHAHA, du bist der lustigste Typ der Welt, gutaussehend, intelligent, charmant und witzig. Alle Frauen müssten dich gut finden, oder?”

Das habe ich aus dem Gedächtnis wiedergegeben und vielleicht bin ich am Ende etwas abgeschweift.

Allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Auf das es in einigen Dingen weniger kompliziert wird als das Alte, in anderen Dingen so bleibt und in den wenigsten Dingen komplizierter wird.

König Futsal

Dezember 20th, 2010

Moin Moin,

es gibt gerade viel zu schreiben und zu erzählen, aber ich habe keine Lust gerade zu tippen. Ich bin unglaublich müde, da ich seit fünf Tagen am Tag und in der Nacht unterwegs bin…

Heute hatten wir unser erstes Spiel im Futsal-Turnier hier in Istanbul. Wer nicht weiß, was Futsal ist, möge dies bitte bei wikipedia nachlesen. Wir haben unser erstes Spiel mit 14 zu 2 gewonnen. Morgen gehts weiter gegen einen Gegner, der wohl ein bisschen stärker als wir ist, aber bei einem guten Spiel ist was drin.

Donnerstag soll eigentlich die Familie nach Istanbul kommen. Hoffen wir, dass der Wettergott da in Deutschland keinen Strich durch die Rechnung macht.

Einen angenehmen Abend

Gähnsehaut

Dezember 14th, 2010

Moin Moin,

ich habe festgestellt, dass in der letzten Zeit wiederholt von mir politische Artikel auftauchten. Man sehe es mir nach, ich studiere Politikwissenschaften. Letzte Nacht fragte mich um 2 Uhr ein türkischer Freund, ob ich zwei kurze Essays über Parlamentarische Regierungssysteme schreiben könne. Nach 90 Miunten war dies geschehen und ich um drei Uhr endlich im Bett. Folgend findet ihr Songs bei denen ich Gänsehaut bekomme und dies aus unterschiedlichen Gründen (heißt auf Englisch übrigens to get goose pimples :-D )

  • Jason Mraz – I’m Yours
  • The Dubliners – Fields of Athenry
  • diverse Interpreten, am liebsten die Fans vom FC Liverpool – You’ll never walk alone
  • Red Hot Chili Peppers – Under the Bridge
  • Dropkick Murphys – Green Fields of France
  • System of A Down – Lonely Day
  • Johnny Cash – Hurt
  • ebenfalls diverse Interpreten – Somewhere Over the Rainbow
  • Ralph McTell – The Streets of London
  • Hannes Wader – Die Moorsoldaten
  • Ugly Kid Joe – Cat’s in the Cradle
  • und last but not least: Wolfgang Petry – Ruhrgebiet

Das letzte Lied erinnert mich an einen verrückten Frankreichurlaub in dem die Karre kaputt ging und ich das Gefühl habe, dass wir drei Wochen nur eine Wolfgang Petry Kassette gehört haben. Steckst halt oft nicht drin.

Find ich eigentlich ‘ne ganz gute Idee

Dezember 12th, 2010

Moin Moin,

gestern war so ziemlich einer der verrücktesten Abende, den ich hier in Istanbul erlebt habe. Eigentlich fing alles ganz entspannt an mit einem leckeren Abendessen. Sind dann mit sechs Leuten in Richtung einer Erasmus-Bar losgezogen, wo wir von 23-1 Uhr freien Wodka genießen durften. Normalerweise ist diese Bar höchstens zu empfehlen, um ein Bierchen zu trinken und dann schnellstens zu verschwinden, da das Bier zwar billig ist und einigermaßen schmeckt, die Musik aber immer so laut ist, dass man sich nicht unterhalten kann. Naja, deshalb ist diese Bar auch immer echt mies gefüllt. Diesen Abend gings, die Mukke war einigermaßen und so wagten wir uns irgendwann auf die Tanzfläche. Gegen 2 Uhr leerte sich die Bar zunehmend und wir zogen weiter Richtung Air-Café, welches sowas wie unsere Stammanlaufstelle geworden ist. Wir hatten unterwegs ein paar Leute und Handys verloren, aber ein bisschen Schwund ist ja immer.

Ich schreibe diesen Eintrag auch an zwei Kumpels hier aus Istanbul mit denen ich bisher auf jeden Fall immer sehr sehr lustige Abende bzw. Nächte gehabt habe. Sie heißen Förg und J.Lo und es war nicht das erste Mal, dass wir relativ spät nach Hause kamen. Denn, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, sollte dieser Abend noch zwölf Stunden weitergehen. Förg überlegte sich recht fix mit hinter die Bar zu gehen und Getränke zu verkaufen während  J.Lo und ich uns damit beschäftigten die rare Besucheranzahl in dieser Bar zu unterhalten. Den eigentlich hat dieses Café bzw. diese Bar nichts besonderes, die Mukke ist scheiße, das Bier ist nicht billig, aber auch nicht besonderes teuer, aber mittlerweile kennt man schon ein paar Leute da, denn viele Gäste sind da nie und wenn, dann schlafen sie auf den gemütlichen Sofas :-D Irgendwie ist es dann aber doch immer sehr lustig dort noch Zeit zu verbringen. Irgendwann, das muss so gegen 4 gewesen sein, überlegten wir uns noch unsere eigene Hausparty zu veranstalten. Ich zog mit drei Leuten in einem Taxi los. Der Preis liegt ungefähr bei 7 Euro (Warum das wichtig ist zu wissen werdet ihr gleich erfahren). Zu Hause angekommen hatten wir die glorreiche Idee Essen zu bestellen: Es sollte Cheesburger geben. Ca. eine Stunde (!) später kamen dann drei Burger, aber keine Cheeseburger, sondern Islak Hamburger. Das sind so sau eklige Dinger mit Fleisch und einer Unmenge an Knoblauch sowie total matschig. Echt nicht schön, aber was sollste machen. Wir warteten also auf die anderen, die Heizung funktionierte nicht, wir haben uns den Arsch abgefroren, naja, wie das halt so ist morgens um halb 6. 90 Minuten später kamen die anderen Kollegen eingetrudelt, derer 7 Leute. Förg und J.Lo waren auch dabei und, wie ich sagen muss, hatten die beiden Jungs gut einen sitzen, aber das war kein Wunder nach der Nacht. Was macht man Sonntags morgens um 7? Richtig, ein Bier auf, ich fands so dermaßen eklig und wollte eigentlich nur noch pennen, aber die anderen Kollegen fandens recht spaßig. Warum waren die so spät? Der Taxifahrer hatte sich verfahren, sie mussten 35 Euro Taxigeld bezahlen und niemand wusste, wo sie waren (obwohl zwei Leute aus Istanbul dabei waren). Früher bzw. eher später haben sie es dann doch noch geschafft. An viel kann ich mich an diesem morgen nicht mehr erinnern, zwei lustige Sachen passierten aber noch und beides mal war Förg beteiligt:

  1. Förg wollte unbedingt noch Musik hören und machte Mukke am Laptop an. Diese Mukke war aber unglaublich leise und wer schon mal betrunken war, der weiß, dass diese nicht laut genug sein kann. Also hielt er sich den Laptop direkt vor den Kopf, um alles mitzubekommen. Ein Zweiter gesellte sich dazu und so saßen sie beide auf der Couch mit dem Laptop vorm Kopf. Förg war irgendwann so müde, dass er mit dem Kopp auf dem Laptop wegnickte, ihn aber nicht fallen ließ. Respekt, Alter!
  2. Irgendwann kam noch der verrückteste Typ, den ich seit langem gesehen hatte. Dreads bis zum Hintern, komischen Bart, schmal wie eine Lübecker Nachrichten am Montag, Gesicht wie jemand, der gerdade fünf Jahre russischen Gulag hinter sich hat. Unglaublich, dann schrie der auch immer noch so, keine Ahnung, was das war. Auf jeden Fall zog der Typ sich irgendwann die Hose aus, und versucht sich eine andere Hose anzuziehen. Förg, davor stehend und tanzend, sagte nur: “Find ich eigentlich ‘ne ganz gute Idee!” Diese Ironie in dieser Aussage, war so ziemlich das lustigste, was ich in den letzten Monaten gehört habe.

Der Abend endete dann so gegen 8 Uhr. Wir schliefen alle mehr oder weniger auf der Stelle ein und machten uns erst am Nachmittag auf den Weg nach Hause. Jungs, das war ein fetter Abend mit noch viel mehr Geschichten, die hier nicht erwähnt wurden. Eine davon ist: Als wir kochten, KOCHTEN, klingelte es, ein Typ fragte, es sei so laut, er wolle gerne bei der Party mitfeiern :-D Unglaublich…

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